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Brüssel, Belgien
Ein Tag in Belgiens Hauptstadt / 23. und 24. September 2008
Bruxelles Belgien Fotos
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Im März 2008 fand ich ein tolles Angebot von SkyEurope – Flug Wien - Brüssel inkl. aller Steuern und Taxen (und Rückflug) um unglaubliche € 27 pro Person. Da musste ich natürlich sofort zuschlagen und buchen.

Die Anreise

 

Am Nachmittag des 23. September war es dann soweit. Nur mit zwei kleinen Rucksäcken als Handgepäck fuhren wir raus zum Flughafen Wien und parkten im dortigen Parkhaus.  Dann noch einen kleinen Imbiss bei McDonalds und um 18:05 starteten wir mit Flug NA3676 in Richtung Brüssel.

 

Am Flughafen "Brussel National" wanderten wir dann mal minutenlang in Richtung Bahnhof, der sich im Untergeschoss befindet. Die dortigen Fahrkartenautomaten nehmen keine Bankomat- oder Kreditkarten, und auch kein Bargeld. Aber es waren zwei Schalter offen und dort kauften wir um jeweils € 2,90 einfache Tickets in die Innenstadt.

 

Als wir nach ca. 20 Minuten beim Bahnhof "Brussel-Centraal" ankamen, war ich einmal ziemlich überrascht vom Grad der Verwahrlosung dieses Bahnhofes. Aber egal. Weiter ging’s zur U-Bahn. Bei den Fahrkartenautomaten kauften wir uns dann einfache Tickets und fuhren weiter zu unserem ersten Ziel – dem Restaurant "Au Stekerlapatte" in der Nähe der U-Bahn Station "Hôtel des Monnaies / Munthof".  Im strömenden Regen mit einem kleinen Umweg fanden wir dann das in einer Wohngegend versteckte Lokal.

 

Abendessen

 

Unseren Tisch habe ich bereits von zu Hause via Internet reserviert. Wir sind zwar etwas später gekommen als angekündigt, nämlich erst gegen 21:30, aber das machte nichts. Das Restaurant hab ich aufgrund der guten Bewertungen auf www.tripadvisor.com ausgewählt, einen Reinfall in einer der zahlreichen Touristenfallen wollte ich nicht riskieren.

 

"Au Stekerlapatte" bietet traditionelle Speisen der belgischen Küche in einem gemütlichen Ambiente. Das Personal war äusserst freundlich und hilfreich und das Essen einfach ein Traum. Meine Partnerin freute sich schon wochenlang vorher auf ihre Fischsuppe, und ich konnte auch nicht mehr erwarten, meinen Kübel voll frischer Muscheln zu geniessen. Und wir wurden nicht enttäuscht.  

 

Auch die Preise waren für das Gebotene relativ günstig. Zwei Orangensaft, zwei Cola Light, Fischsuppe, Muscheln mit Pommes, zwei Nachspeisen um nur 53 Euro.

 

Kurz bevor die letzte U-Bahn fuhr, machten wir uns dann auf den Weg in unser Hotel. Als wir in der U-Bahn-Station "Bourse / Beurs" kurz vor Mitternacht in Richtung Rolltreppen zur Aussenwelt gingen, konnten wir im Vorbeigehen einen Faustkampf zweier Einheimischer beobachten. Der vermeintliche Verlierer blutete schon ziemlich stark aus der Nase, konnte aber dennoch noch lautstark herumbrüllen. Aber egal.

 

Das Hotel

 

Unser Hotel, welches ich ebenfalls schon monatelang vorher auf www.hrs.com vorausgebucht hatte, lag versteckt in einer ziemlich heruntergekommenen Seitengasse in unmittelbarer Nähe des Grand Place im Zentrum der Innenstadt. Ausgewählt wurde dieses Hotel ebenfalls aufgrund der sehr guten Bewertungen auf www.tripadvisor.com.

 

Aussen pfui, innen hui – so kann man das Hotel "Floris Arlequin Grand Place" in der Rue de la Fourche beschreiben.  Die Lobby ist äusserst modern gestaltet, die Zimmer sind ebenfalls auf den ersten Blick modern und sauber, beim genaueren Hinblicken merkt man jedoch sehr Wohl bereits den Zahn der Zeit. Im Bad befanden sich zwar kuschelig dicke und blitzsaubere Frottee-Handtücher, nur halt auch bereits einige Schimmelflecken zwischen den Fliesen über der Badewanne. Aber für eine Nacht kann man damit leben. Jedenfalls war es absolut ruhig und wir konnten uns vom langen Tag erholen.

 

Der Ausblick von unserem Zimmer (im 3. Stock) war übrigens auch nicht so berauschend – es waren nur Dächer von halb-verfallenen Nachbarshäusern zu sehen.  Einen besseren Blick auf die Stadt gab es am nächsten Morgen beim Frühstück. Der Frühstücksraum liegt im 7. Stock des Hotels, mit einem schönen Ausblick auf die Innenstadt.

 

Das Frühstücksbuffet bestand aus unter anderem Baguette, Croissants, Schokocroissants, Schinken, Käse, Pasteten, Früchten, Joghurt, usw. Also die übliche Auswahl für ein Hotel dieser Klasse.

 

Der Tag in Brüssel

 

Im Gegensatz zum Anreisetag, der ja von strömenden Regen gekennzeichnet war, konnten wir unseren Tag in Brüssel bei trockenem Wetter verbringen. Wir schlenderten mehr oder weniger plan- und ziellos durch die Innenstadt, ohne grossartige Kultur-Ambitionen. Die einzige Kultur, für die wir uns an diesem Tag wirklich interessierten war die Esskultur. Und so genossen wir einen schönen Tag mit Schokoladepralinen, Belgischen Waffeln, Pommes Frites mit Mayonnaise, dicken Gemüsesuppen, usw.  Natürlich wissen wir, dass der "Grand Place" / "Grote Markt" mit dem gotischen Rathaus und seiner geschlossenen barocken Fassadenfront in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde und auch als einer der schönsten Plätze gilt. Aber das Interesse an der Kulinarik war eindeutig stärker.

 

Die Abreise

 

Kurz vor 17:00 waren wir bereits wieder am Bahnhof und warteten auf unseren Zug zum Flughafen. Bis zum Abflug unseres Fluges NA3677 um 20:20 Uhr gönnten wir uns im Flughafen-Restaurant "Wing Tips" Kaffee und Torte und beobachteten die ankommenden Flugzeuge und das geschäftige Treiben der vielen Versorgungs-Fahrzeuge.

 

Zurück am Flughafen Wien verlangte der Parkschein-Automat dann noch € 30,60 für etwas mehr als einen Tag Parken im Parkhaus. Mehr als der ganze Flug kostete.

 

Kurz nach 23:00 Uhr war ich schliesslich wieder zu Hause …  und jetzt ist fürs erste Mal Schluss mit Schokolade, Pommes Frites und Schokocroissants. Stattdessen werden bis auf Weiteres wieder gnadenlos Weight Watchers Points gezählt.

 

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