Gleich am Eingang, noch vor den Garderoben, wurde den Besuchern gleich ein Jutesackerl in die Hände gedrückt und es wurden Süssigkeiten verteilt. Der Bonbonball 2007 startete vielversprechend. Jetzt noch schnell die Tanzschuhe angezogen und rein ins Getümmel.
Die Eröffnung sahen wir uns von einem Balkon aus an. Wir hatten relativ gute Sicht auf das Eröffnungskomitee und die Samba-Show. Aber zurück zum Getümmel - dieses Wort beschreibt nicht annähernd die Szenen, die sich an diesem Ballabend im Konzerthaus abspielten. Vor Mitternacht waren die Säle, insbesondere der "Casali-Palmen-Saal", heillos überfüllt und auch auf den engen Gängen zwischen den Sälen war an ein zivilisiertes Weiterkommen nicht zu denken. Wem Drängen und Schubbsen widerstrebt war fehl am Platz. Auch im Hauptsaal war das Gedränge sehr unangenehm.
An Tanzen zu Live-Musik war erst zu später Stunde zu denken. Und so gingen wir halt gleich in die "Radio Arabella Disco" runter, wo wir über eine halbe Stunde lang Jive tanzten …. und eine einzelne Samba - (Copacabana von Barry Manilow). Später war im Hauptsaal das Gedränge nicht mehr so dicht, sodass wir dort dann endlich unsere Runden drehen konnten. À propos "drehen" - leider war der Boden etwas klebrig. Aber die Musik war überall toll. Einzig im Palmen-Saal war sie nicht nur gut, sondern leider auch zu laut. Wir verzichteten daher auf Salsa und Co. zugunsten unserer Trommelfelle.
Witzig und auch etwas unpassend fanden wir, dass geschätzt die Hälfte der Ballbesucher, und zwar sowohl Männlein als auch Weiblein, ständig mit den Jutesackerln herumgingen und diese auch beim Tanzen um den Arm gehängt hatten. Da motzen sich die Leute mit tollen Ballkleidern oder Smokings auf, und dann laufen Sie mit einem Einkaufssackerl herum, als ob sie gerade vom Zielpunkt oder Penny Markt kommen. Und es wäre so einfach gewesen, dieses einfach bei der Garderobe abzugeben.
Die Misswahl (Miss Bonbon 2007) schauten wir uns nur aus der Ferne an, wobei es uns aber ziemlich egal war, welche der jungen Damen jetzt von der Jury zur Miss gekürt wurde. Wir warteten nur darauf, dass im Hauptsaal wieder die Musik spielte. Kurz nach Mitternacht gönnten wir uns zwei Cocktails um jeweils 9,50 Euro und schlürften diese endlich sitzend auf einer Bank gleich beim Stiegenaufgang. Danach kam doch tatsächlich der kleine Hunger und so teilten wir uns ein paar Frankfurter. Bis kurz vor ½3 Uhr drehten wir noch unsere Runden am Parkett im Hauptsaal bis wir dann schliesslich die Heimreise antraten.